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Hilfe zur Selbsthilfe

27.11.2017

Was Handarbeit auf der Flucht, digitale Glaswerkzeuge und Kunststoff gemein haben? Ambiente!

Tuareg fertigt Metallschale im Rahmen der UNHCR-Initiative Made51.
Tuareg fertigt Metallschale im Rahmen der UNHCR-Initiative Made51.

Oft sind sie mit dem nackten Leben davon gekommen und haben einer globalen Konsumgüterbranche dennoch einiges zu bieten. Kunsthandwerkern auf der Flucht einen Marktzugang für ihre Erzeugnisse zu ermöglichen ist deshalb das Ziel der Initiative Made51 der Flüchtlingsorganisation UNHCR. Dabei steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Blickpunkt. Denn Fertigkeiten und Erfahrungen sind für den Konsumgütermarkt von unschätzbarem Wert.

Ganz gleich, ob es dabei um die Kunst der Tuareg bei der Bearbeitung von Leder oder um die Finesse der Syrer bei Stickereien geht – handwerkliches Geschick kann die Basis für einen neuen, sicheren Lebensabschnitt sein. Gleichzeitig trägt die Initiative zum Erhalt kultureller Identität und künstlerischer Tradition im Kontext einer globalen artisanen Wertschöpfungsgemeinschaft bei. Zur Ambiente 2018 erhält Made51 im Foyer der Halle 11.0 einen Primespot zur Vorstellung der Initiative sowie einer Produktselektion.

Die Kunst des Überflusses

Bei der industriellen Verarbeitung von Plastik ist der Überfluss des bunten Materials nicht zu vermeiden. Genauer: Beim Abschluss jeder Produktionsreihe fließt ein Kunststoffrest aus der Spritzgussmaschine – bisher als völlig ungenutzter Abfall. Den wandeln vier Studenten der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe unter der Betreuung von Professor Hansjerg Maier-Aichen mit der Initiative „Scrap Life Project“ in einen hoch-individuellen Werkstoff.

Dabei entscheidet die zufällige Form des Fließrests über das spätere Aussehen der Hocker. „Es sind elementare Archetypen, die wir aus dem vielfarbigen Ausgangsstoff herstellen“, so Professor Maier-Aichen. „Ohne technische Raffinesse und High-Tech-Allüren und mit nur wenigen Teilen wird aus einem asymmetrischen Stück Kunststoff ein unverwechselbares Sitzmöbel – ganz sicher jedes ein Unikat“, berichtet der leidenschaftliche Gestalter weiter. Ausgestellt werden 50 der Upcycling-Kunstwerke vom 9. bis 13. Februar 2018 im Foyer der Ambiente-Halle 11.0.

Am Anfang steht das Glaslabor
Man nehme Siliziumdioxid, Natriumoxid, Calciumoxid sowie einige mehr oder minder geheime Zusätze und erhitzte die drei auf über 1.400 Grad Celsius.
Das Ergebnis: Glas. Dabei lässt sich das so erzeugte Material in nahezu jede denkbare Form bringen. Voraussetzung ist dazu allerdings das richtige Instrumentarium. „Ein Produkt kann immer nur so innovativ sein wie das Werkzeug mit dem es gemacht wurde“, so Mark Braun, Entrepreneur und Professor für Produkt- und Industriedesign an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Unter dessen Leitung entsteht zur Ambiente 2018 die Sonderschau „Glaslabor“. Sie präsentiert die Ergebnisse des gleichnamigen Atelierprojekts, in dem sich Studierende der HBK Saar experimentell mit der Optimierung von handwerklichen Produktionsprozessen auseinandersetzten. „Es geht darum, digitale Denkweisen auf analoge Mechanismen zu übertragen. Das Ergebnis sind manipulierbare beziehungsweise modulierbare Tools. Sie schaffen vollkommen neue Gestaltungsmöglichkeiten“, so Professor Braun weiter. Ausgestellt sind am Stand F 82 der Halle 4.0 sowohl die außergewöhnlichen Werkzeuge als auch die skulpturalen Glasstrukturen, die damit geschaffen wurden.

 

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Internationale Leitmesse Ambiente

Die Ambiente ist die internationale Leitmesse und weltweite Nummer 1 für Produkte rund um den gedeckten Tisch, Küche und Hausrat, Geschenkartikel, Schmuck, Fashionbedarf ebenso wie Dekorationsartikel, Wohnkonzepte und Einrichtungsaccessoires. Sie ist „The Show“ für eine gesamte Branche. Aufgrund ihres in Breite und Tiefe konkurrenzlosen Produktangebots ist sie weltweit einzigartig. Auf der Ambiente 2017 zeigten rund 4.460 Aussteller den 141.000 Fachbesuchern aus 154 Ländern fünf Tage lang ihre Produktklassiker und Innovationen. Die bedeutendste globale Konsumgütermesse bietet gleichzeitig eine Vielzahl an Events, Nachwuchsprogrammen, Trendinszenierungen und Preisverleihungen.

 

Hintergrundinformation Messe Frankfurt

Messe Frankfurt ist der weltweit größte Messe-, Kongress und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Mehr als 2.300 Mitarbeiter an rund 30 Standorten erwirtschaften einen Jahresumsatz von annähernd 647 Millionen Euro. Mittels tiefgreifender Vernetzung mit den Branchen und einem internationalen Vertriebsnetz unterstützt die Unternehmensgruppe effizient die Geschäftsinteressen ihrer Kunden. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kunden weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Die Servicepalette reicht dabei von der Geländevermietung über Messebau, Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

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