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Vom Point of Sale zum Point of Experience

14.12.2017

Die Zukunft des Einzelhandels ist digital – auch! Komfort ist gefragt. Wo der sich heute aufgrund von Suchalgorithmen, Angebotsvielfalt und Liefergeschwindigkeit eher im WorldWideWeb findet, liegt morgen ein weitaus dynamischeres Potenzial beim stationären Handel.

Visualisierung der Check-In-Zone der Ambiente-Sonderpräsentation „Point of Experience“
Visualisierung der Check-In-Zone der Ambiente-Sonderpräsentation „Point of Experience“

Schon immer lebt der Erfolg im Einzelhandel von Alleinstellungsmerkmalen. Um sich von der Masse abzuheben, müssen Einzelne also etwas bieten, mit dem Andere nicht punkten können. Aktuell spielt auf dieser Position der Onlinehandel einige Stärken aus. Grund dafür ist das Streben des Verbrauchers nach Komfort. Aber es gibt weitere, ganz entscheidende Konsumentenbedürfnisse: Unterhaltung, Entdeckung und der persönliche Kontakt. Ändern wird das an der digitalen Entwicklung nichts. Im Gegenteil, es wird sie beschleunigen. Allerdings mit einiger Wahrscheinlichkeit im Bereich des stationären Handels. Warum?

Sehen, riechen, tasten – Produkte, die Verbraucher in Shops und Boutiquen finden, ohne sie gesucht zu haben, verströmen einen speziellen Reiz. Jedenfalls dann, wenn sie gut inszeniert sind, einen direkten Bezug zur Zielgruppe haben oder eine Verbindung zu einem aktuellen Ereignis aufbauen. Und auch für diese Ziele gibt es digitale Wegbereiter.

Vom 9. bis 13. Februar 2018 antwortet deshalb die Ambiente-Sonderschau „Vom Point of Sale zum Point of Experience“ auf die Fragestellungen „Wie Produkte im Digital Age präsentiert werden können“, „Welche digitalen Anwendungen Relevanz im stationären Handel haben“ und „Wie die Zukunft des Shoppings aussieht“. Den Schlüssel zur Antwort sieht die Präsentation (Foyer – Halle 4.1) in einer Symbiose aus digitalen und analogen Maßnahmen.

„Das Shop-Konzept der Zukunft verknüpft Interessen und erzeugt immer wieder neue Reize – am besten in Real-Time“, formuliert Wolfgang Gruschwitz, Geschäftsführer Design- und Realisierungsbüro Gruschwitz GmbH. „Es geht darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen und über Emotion eine stabile Beziehung mit dem Verbraucher aufzubauen.“ Dafür konzipiert das Münchner Traditionsunternehmen die Ambiente-Sonderausstellung mit dem Kurztitel „PoE – Point of Experience“ als komplettes Geschäft. Händler werden hier selbst zum Verbraucher.

Prominent auf halbtransparentes Glas projiziert geht der erste Blick, noch vor Betreten des Ladens, auf den Wetterbericht. Der verheißt die Zukunft und bietet passende Produkte gleich mit an. Ganz nach Aussicht sind das Sonnenbrillen, Hüte, Regenschirme oder -jacken. Ebenfalls von außen sichtbar ist eine zweite Projektion mit Produktbewertungen von Verbrauchern.

Die nächsten Schritte führen in die Check-In-Zone, wo Kurzfilme auf mehreren Bildschirmen unterschiedliche Aktionsware im Gebrauch zeigen. Teil des Eingangsbereichs ist außerdem eine Eventzone. Sie könnte im Live-Betrieb mit Verkostung, Musik oder Testaktionen die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden einfangen.

Nach dem Vorbild Tante Emmas führt der Weg von dort vorbei an einer kulinarischen Retro-Verkaufsfläche und hin zum „Tischlein deck dich“. Ein interaktives Regal fordert hier zum Betrachten und – wortwörtlich – Begreifen auf. Besucher sind eingeladen, Vase, Teller, Serviette und Co. genau zu inspizieren. Detailreiche Produktinformationen erhalten sie, wenn sie die Ware auf dem Tisch platzieren. Automatisch erkennt ein Computer, um was es sich handelt und bildet alle Informationen direkt auf der Tischplatte ab. Darauf lassen sich außerdem ganze Dinner-Arrangements virtuell darstellen. Für die richtige Stimmung sorgen derweil Bildschirme, die als Deckenpaneele installiert sind. Sie geben das Gefühl, sich durch einen Wald zu bewegen oder an der Front riesiger Wolkenkratzer empor zu blicken.

Über das digitale Bewertungssystem zum Produkt des Monats, die hochauflösende 360 Grad Produktkabine, den Augmented Reality Hochzeitstisch und den Bereich für individualisierbare Produkte führt der Weg zur Log-Out-Zone. Hier kann der Kunde zwischen vielfältigen Zahlungsweisen entscheiden – klassisch, per Tablet, smart oder mit Grab & Go. Preise lassen sich im Übrigen mit Hilfe digital skalierbarer Etiketten nach Tageszeit oder Nachfragesituation dynamisch anpassen.

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